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Karl Marx und der Untergang des Kapitalismus (2016)

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Abstract

Mit Unterstützung der Schriften von Karl Marx ist der westliche Kapitalismus über viele Jahrzehnte hinweg in der Sowjetunion, der DDR, in den Ostblockstaaten, in China, Kuba und in weiteren Ländern verteufelt und das baldige Erreichen eines kommunistischen »Reiches der Freiheit« ausgerufen worden. Viele dieser Systeme sind aufgrund ökonomischer Unfähigkeit zusammengebrochen, ein marxistischer Sozialismus existierte allerdings häufig weiter. Marx-Forscher der jüngeren Generation behaupten, die Heroen des »wissenschaftlichen Sozialismus«, Karl Marx und Friedrich Engels, hätten mit diesen totalitären und wirtschaftlich bankrotten Regimen nichts zu tun gehabt und seien missbraucht worden. In diesem Buch werden die Thesen und Theorien dieser beiden »Revolutionsfanatiker« anhand konkreter historischer Entwicklungen des 19. Jahrhunderts unter Einbeziehung empirischer Erkenntnisse überprüft und widerlegt. Hierbei zeigt sich, dass Marx' Intentionen auf eine vollständige Vernichtung des kapitalistischen Systems durch eine Soziale Revolution ausgelegt waren, und nicht auf die Befreiung der Arbeiterklasse von Ausbeutung, Unterdrückung und Entfremdung. Der endgültige Untergang des Kapitalismus und die sehnsuchtserfüllte Verwirklichung einer klassenlosen kommunistischen Gesellschaft waren die eigentlichen emotionalen Triebkräfte seines gewaltigen und einflussreichen Œuvre. Karl Marx und Friedrich Engels haben in ihren analytischen Schriften nachzuweisen geglaubt, dass das kapitalistische System seinem Untergang entgegensehen würde. Anhand empirischer Erkenntnisse aus dem 19. Jahrhundert wird gezeigt, dass die beiden »Revolutionsfanatiker« in ihrem Hass auf den Kapitalismus die Reformfähigkeit und den Wohlstandszuwachs dieses Systems auch für eine zuerst unterdrückte Arbeiterschaft nicht sehen und registrieren wollten. Sie verstrickten sich damit in eine antikapitalistische Ideologie, deren politische Realität in kommunistischen Staaten den arbeitenden Menschen großes Leid zufügte. Hubert Kiesewetter studierte Ökonomie, Philosophie, Geschichte und Wissenschaftstheorie in Frankfurt am Main, Kiel, London und Heidelberg. 1973 folgte die Promotion in Philosophie und 1985 die Habilitation in Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Gastprofessuren führten in nach Urbana-Champaign (Illinois), Oxford und Paris; 1987/88 war er Konrad-Adenauer-Professor an der Georgetown University in Washington, D.C. Von 1990 bis 2004 hielt er die Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt inne. Seit 2004 ist er im Ruhestand.