Article

Body contact and body language: moments of personal development and social and cultural learning processes in movement psychology and education (2008)

in: Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, Volume 9, Issue 2, p. 23

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Abstract

Körperkontakt und Körpersprache sind einzigartig und existenziell, und sie sind, obwohl kulturabhängig und in eine je spezifische Sozialität eingebettet, universelle Kommunikationsformen. Der warme, nahe und nährende Körperkontakt ist für Kleinkinder überall auf der Welt essenziell sowohl für deren körperliche Erfahrung von sich selbst als auch für das Erleben von Grenzen zwischen sich und der Welt. In westlichen Gesellschaften werden die Prämissen für Kontakt in gewisser Weise zunehmend dem Bereich der virtuellen Kommunikation entlehnt. Angesichts der Breite der hiermit verbundenen Perspektive stellt sich die Frage, ob bewusstes und experimentelles Arbeiten mit Körperkontakt und Körpersprache in der Bewegungspsychologie Potenziale für eine intensivere persönlicher Entwicklung und für soziale und kulturelle Lernprozesse eröffnen kann. Die hier vorgestellte Arbeit geht auf das Forschungsprojekt "Bewegungspsychologie: Die Sprache des Körpers und die Psychologie der Bewegung auf der Grundlage der Tanztherapie Dansergia" zurück. Ich selbst bin Praktikerin und Forscherin und fühle mich methodologisch der Phänomenologie, performativen Verfahren und narrativen sowie auto-ethnografischen Ansätzen verpflichtet. Ich werde das Projekt möglichst "organisch", kre­at­ive und performativ vorzustellen versuchen. Durch einen wechselnden Dialog zwischen Text und einer Art viszeraler Online-Performance unter Hinzuziehung von Bildern und Musik hoffe ich Lesende/mein Publikum sinnlich und intellektuell anzusprechen, wenn auch durch Mittel der Online-Kommunikation, denen die Lebendigkeit direkter Körpersprache fehlt. Siehe auch die Online-Performance: http://www.viddler.com/player/c3c7a343/.