Book chapter(print)1973

Die Bildung und Ausbildung der industriellen Klassen Britanniens im 18. Jahrhundert

In: Gesellschaft in der industriellen Revolution, p. 147-161

Abstract

In dem Beitrag wird die Anpassung des Bildungswesens an die fortschreitende Industrialisierung in Britannien im 18. Jahrhundert untersucht. Drei unterschiedliche Bereiche werden betrachtet: (1) die Elementarbildung, ausreichend für die Handwerker bzw. Gelernten und das Proletariat der neuen Fabrikindustrie und auch für die einfallsreichen Mechaniker und andere, die zu Erfindungen und Neuerungen fähig waren, ohne im Besitz formaler Bildung zu sein; (2) die höhere Bildung, die für die Kaufleute, die Industriekapitäne und die Grundlagenforscher jener Zeit erforderlich war; (3) eine Erwachsenenbildung für diejenigen, die ihre früheren Chancen verpaßt hatten oder sich nach Art embroyaler wissenschaftlicher Gesellschaften mit gegenseitiger Bildung und Unterweisung befaßten. Die Untersuchung zeigt, daß vom Zeitpunkt einer sich entwickelnden und industrialisierenden Gesellschaft aus gesehen im Britannien des 18. Jahrhunderts Bildungseinrichtungen in genügender Quantität und Qualität vorhanden waren, um die Massenproduktion für den erweiterten Markt durch die erforderliche Wissenschaft und Technik zu stützen. Es wird aber auch deutlich gemacht, daß die Industriellen, Kaufleute u. a. die Entwicklung des Bildungswesens in ihrem Interesse beeinflußten. (KW)

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