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Weiblicher Lebenslauf und eheliche Machtverhältnisse: Überlegungen aus ressourcentheoretischer Sicht (1993)

in: Erwerbsverläufe von Ehepartnern und die Modernisierung weiblicher Lebensläufe, p. 53-69

Abstract

In dem Beitrag werden die Machtverhältnisse zwischen den Ehepartnern im Zusammenhang mit der Verflechtung der Lebens- und Erwerbsverläufe des Mannes und der Frau thematisiert. Die Überlegungen betreffen besonders Frauen, die ihr Berufsleben unterbrechen; es wird nach den machtbezogenen Konsequenzen dieser Diskontinuität gefragt. Es wird ein struktur- und ressourcentheoretisches Konzept von Lebenslauf zugrundegelegt mit der These, daß die Machtgeladenheit von Berufsressourcen immer höher ist als die von Familienressourcen, d.h. daß der permanent voll berufstätige Partner mehr Macht besitzt. Die Ehe wird als eine Abfolge von Machtkonstellationen gesehen. Erneute weibliche Erwerbstätigkeit verändert deren Machtposition und wirkt einem Machtverlust entgegen bzw. führt zu Machtgewinn gegenüber dem Partner. Auf die Macht aus familialen Ressourcen kann sie aber nicht verzichten. So wird die Beibehaltung der üblichen häuslichen Arbeitsteilung erklärt. (ICE)