Sammelwerksbeitrag(gedruckt)2006

Die bildungspolitische Funktion der Arbeitsverwaltung im Spannungsfeld von betriebswirtschaftlicher Logik und gesamtgesellschaftlicher Verantwortung

In: Evidenzbasierte Bildungspolitik: Beiträge der Bildungsökonomie, S. 173-191

Abstract

"Die Schnittstellen zwischen Bildungs- und Beschäftigungssystem werden in der empirischen Bildungsforschung bislang zu einseitig unter Verweis auf die Institutionen des Bildungssystems und des Arbeitsmarktes modelliert und diskutiert. Ein solcher Zugang greift zu kurz, da die Arbeitsverwaltungen in diesem Prozess ein Akteur eigener Art sind. So hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Deutschland laut Sozialgesetzbuch III (SGB III) den Auftrag, zu einem hohen Beschäftigungsstand beizutragen und bietet im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik vielfältige Erst- und Weiterbildungsmaßnahmen an. Diese zielen gerade auf solche Personen ab, die weder über die klassischen Institutionen des Bildungssystems noch über die betrieblichen Systeme der Aus- und Weiterbildung ausreichend qualifiziert worden sind. Die Politik der Arbeitsverwaltung und deren Veränderung über die Zeit muss somit in jede Betrachtung der Übergänge zwischen Bildung, Ausbildung und Beschäftigung, sowie Übergänge zwischen Arbeitslosigkeit und Beschäftigung einbezogen werden. Dies gilt insbesondere für bildungsarme Jugendliche. Im Folgenden geben wir zunächst einen Überblick über die Aktivitäten der Bundesagentur für Arbeit im Bereich von Bildung und Ausbildung. Im Anschluss fragen wir nach Erklärungen für deutlich sichtbare Veränderungen und gehen insbesondere auf Fragen der Nachhaltigkeit und der Finanzierung ein. Wir schließen mit einer Diskussion des Aussteuerungsbetrags, welcher den Einsatz beruflicher Fortbildungsmaßnahmen steuern dürfte und dies jenseits von Fragen nach der Effizienz des Einsatzes bzw. der Finanzierungsgrundlage." (Textauszug)

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